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Koala - Kenia
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Die Idee - Grundsätzliches








Weltweit wird die Spenden- und Hilfsbereitschaft bei der Bevölkerung auf der reichen, nördlichen Halbkugel mit Berichten und Bildern von Katastrophen und der Darstellung menschlichen Leides angeregt. Fotos von leidenden, hungernden und ungebildeten Kindern verfehlen dabei ihre Wirkung nicht.
Eine Unzahl von (gelegentlich auch umstrittenen) Hilfsprogrammen soll mit dazu beitragen das Übel an der Wurzel zu packen, unterernährten Menschen
Nahrung und Bildung zu verschaffen.
Die Zahl von inzwischen errichteten Versorgungsstationen, Waisenhäusern, Kindergärten und Schulen dürfte kaum noch feststellbar sein. Der Bedarf an solchen Einrichtungen ist allerdings damit noch nicht einmal ansatzweise gedeckt und nach wie vor riesig.
Eine vielleicht nicht so spektakuläre Folge ist für Kenner der jeweiligen Regionen jedoch jetzt schon erkennbar und lässt sich auf eine zugegebenermaßen platte Formel bringen:

Früher haben viele Menschen in den Ländern der dritten Welt gehungert und hatten praktisch keine Chancen ihr Leben in Würde zu gestalten.

Heute hat sich an den ökonomischen Zuständen nicht viel geändert, allerdings können mittlerweile sehr viel mehr Menschen Lesen und Schreiben.

Vielen Kindern wurde die Möglichkeit geboten in einigermaßen akzeptablem Umfeld aufzuwachsen zur Schule zu gehen und einen Mindestbildungsstand zu erwerben. Die Schicksale der inzwischen herangewachsenen Generation werden nach erfolgtem Schulabschluss weit seltener thematisiert. Bilder von herumlungernden Jugendlichen ohne berufliche Perspektiven, die sich dem Rauschgiftkonsum oder der Prostitution hingeben oder Eigentumsdelikte begehen sind eben nicht so wirksam bei der Förderung der Spendenbereitschaft.
 
Die Republik Kenia ist dafür ein gutes Beispiel, davon konnte ich mir im Verlaufe der letzten 11 Jahre ein gutes Bild machen. An vielen Stellen des Landes sind oft auch durch private Initiativen Waisenhäuser und schulische Einrichtungen entstanden. Die Quote des Analphabetentums ist, auch aufgrund neuerer gesetzlicher Bestimmungen stark zurück gegangen. Die seit 2003 an der Macht befindliche  Narc-Coalition unter Präsident Mwai Kibaki hat die Gebühren für den Schulbesuch der Primary School abgeschafft.


Wir Stegskopfer © Koala - Kenia, 2007

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